Tradition und Innovation: eine erfolgreiche Kombination

Die Familie Scaglia, erfolgreiche Handwerker in der Holzbearbeitung (Spulen und Knopfformen), aus dem Valle Imagna, ließ sich am Ende des 18. Jahrhunderts in Brembilla nieder. Drei Generationen später zog einer von ihnen – Martino Scaglia – 1868 nach Mailand um. Die lombardische Hauptstadt war in dieser Zeit das größte Handelszentrum Italiens. Dort wurde dann 1881 die Firma Martino Scaglia gegründet. In Mailand, welches in jenen Jahren ein enormes wirtschaftliches, soziales und kulturelles Wachstum erlebte, bildete Martino seine beiden Söhne in seinem Beruf aus; einer übernahm später die Leitung der Produktion und der andere den Vertrieb.

In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts und bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs wuchs der Markt für Spulen, Rollen und Scheiben aus Holz stetig an; deshalb kehrte die Familie Scaglia nach Brembilla zurück. Dort baute sie 1906 das Werk, das bis heute Geschäftssitz der Gruppe Scaglia ist. Sofort zeigte sich die Neigung zur Innovation: das Werk wurde mit den für damals modernsten Maschinen ausgestattet und 1911 sogar ein Mechanismus patentiert. Dieser Mechanismus verdoppelte die Arbeitsgeschwindigkeit der damaligen Drehmaschinen. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, begann eine weitere technologische Revolution und brachte eine regelrechte Umwälzung der Produktionsmethoden und Materialien aller Scaglia-Produkte mit sich.

Um den Kundenservice zu verbessern und den Kontakt zum Kunden zu intensivieren, wurde in den 50er und 60er Jahren ein für damalige Verhältnisse äußerst feinmaschiges und ausgedehntes Handelsnetz aufgebaut, das auch die fernen Märkte in Russland, Südamerika und Asien abdeckte. Ab 1970 begann dann die Gründung verschiedener Tochtergesellschaften. Dies führte letzlich zur heute vorliegenden Struktur der Gruppe.

Die Entwicklung der Firmengruppe wurde in einem Buch mit dem Titel „Im Tal der Klang einer Sirene“ festgehalten.

 

Die Familie Scaglia und ihr Unternehmen. Zwei Jahrhunderte zwischen Brembilla und Mailand